
Eine Woche rund um das Koptische an der Universität Basel. Blockkurs Einführung ins Koptische (Dozent: Dr. Matthias Müller Krähenbühl) mit öffentlichen Vorträgen und öffentlichen Werkstattgesprächen von und mit Expert:innen aus dem Forschungsfeld.
Koptisch ist die letzte Stufe der altägyptischen Sprache, bevor diese nach der arabischen Eroberung durch Arabisch verdrängt wurde. Zwar besteht die Mehrzahl der koptisch überlieferten Texte aus christlichen Texten (Bibelübersetzung und Predigtliteratur) doch haben sich koptisch auch frühchristliche Texte erhalten, die später nicht als orthodox taxiert wurden, bzw. benutzten die Mänichäer die koptische Sprache zur Verbreitung ihrer Texte.
Montag, 31.8., 14.00 Uhr bis Freitag 4.9., 12.00 Uhr (Kurszeiten jeweils 09.00-11.00 / 14.00-16.00)
In diesem Intensiv-Sprachkurs (3 KP) lernen Sie Grundlagen des Koptischen in all seinen Dialekten. Alle Interessierten sind ohne Vorkenntnisse willkommen, Kenntnisse des griechischen Alphabets sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Alle Beispielsätze werden auch in Transliteration und glossiert geboten. Für den Besuch des Kurses ist eine Einschreibung erforderlich (auch Hörer:innen).
Weitere Auskunft erteilt der Dozent, Dr. Matthias Müller Krähenbühl (matthias.mueller@clutterunibas.ch)

St. Athanasius College, Melbourne
Prof. Dr. Heike Behlmer, Universität Göttingen
Montag, 31. August 2026, 18.15 Uhr | Theologie, Grosser Seminarraum 002, Nadelberg 10, 4051 Basel
Prof. Dr. Judith Hartenstein, Universität Landau
Mittwoch, 2. September 2026, 18.15 Uhr | Theologie, Grosser Seminarraum 002, Nadelberg 10, 4051 Basel
Das Evangelium nach Maria ist eine kurze Schrift aus dem 2. Jahrhundert, die leider nur knapp zur Hälfte in koptischer Übersetzung erhalten ist. Ein frühchristliches Evangelium, das nach einer Frau benannt ist – das macht neugierig. Tatsächlich hat Maria eine zentrale Rolle in der Schrift und in manchen Teilen wirkt die Auseinandersetzung zwischen ihr und Petrus sehr aktuell. Aber das Evangelium nach Maria hat auch viele aus heutiger Sicht schwer verständliche Seiten. Es ist eine Stimme im frühchristlichen Diskurs mit einer ganz eigenen Theologie, die zu erschließen sich lohnt, auch wenn sie vielleicht fremd bleibt.

RPTU, Landau
Im Anschluss an die beiden Abendvorträge lädt das Forschungsnetzwerk NOMAD zum Apéro ein. Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis 21.08.2026.
Forschende aus dem Bereich der Koptologie geben Einblick in ihre aktuellen Projekte.
Jeweils 11–12 Uhr | Theologie, Grosser Seminarraum 002, Nadelberg 10, 4051 Basel
Dienstag, 01.09.2026
Werkstattgespräch (Französisch)
Dr. Priscille Marschall
(Université de Fribourg)
Mittwoch, 02.09.2026
Werkstattgespräch (Englisch)
Prof. tit. Dr. Gregor Emmenegger und Daniele Grisoni (Université de Fribourg)
Donnerstag, 03.09.2026
Werkstattgespräch (Deutsch)
Dr. Matthias Müller Krähenbühl
(Universität Basel)
Donnerstag, 3. September 2026, 17–18.30 Uhr | Theologie, Grosser Seminarraum 002, Nadelberg 10, 4051 Basel
Leitung: Youssef Iskander (Diakon der koptisch-orthodoxen Kirche in Ägypten, Vertreter der koptisch-orthodoxen Kirche im Ökumenischen Rat der Kirchen, Audio-Ingenieur, Musiker)
Workshop mit Musik und Liedern zum aktuellen Leben in der koptischen Kirche
FTT – Forum Textil- und Teppichkunst
Samstag, 5. September 2026, 15 Uhr | Kaserne Basel, kHaus, Raum Atelier
Referentinnen:
Ines Bogensperger studierte Klassische Archäologie an der Universität Wien. Ihre Forschungsarbeit zu historischen Textilien begann mit der erstmaligen Katalogisierung des gesamten Bestands der spätantiken Textilien in der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin vertiefte sie ihre Kenntnisse über antike schriftliche Quellen im Hinblick auf die Produktion spätantiker Textilien bei drei Forschungsprojekten: ‚forMuse-Forschung an Museen an der Österreichischen Nationalbibliothek‘, ‚Egypt‘s Southern Border in the 6th–11th century AD‘ und ‚Texte und Textilien des spätantiken Ägyptens‘ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Im Rahmen des Citizen Science Projektes ‚Ancient Textiles – Modern Hands‘ versuchte sie, neue Erkenntnisse zu bestimmten Fragestellungen aus ihrer akademischen Forschung zu gewinnen, indem sie Menschen außerhalb der Forschungswelt in ihre Studien einbezog. In ihrer Dissertation befasst sie sich mit den zahlreichen, häufig noch unklaren Fachbegriffen für Textilien in den griechischen Papyri des spätantiken Ägyptens und setzt diese in Beziehung zu archäologischen Textilfunden.
Regina Hofmann-de Keijzer ist Biologin und promovierte 1989 mit einer Dissertation über Färbepflanzen an der Universität Wien. Bis 2018 war sie als Assistenzprofessorin an der Universität für angewandte Kunst Wien tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Naturfarbstoffen und historischen Färbetechniken. In enger Zusammenarbeit mit der Cultural Heritage Agency of the Netherlands untersuchte sie unter anderem indonesische Färbedrogen und Textilien aus der Sammlung Alfred Bühler des Museums der Kulturen Basel, chinesische Textilien der Tang-Dynastie aus der Krypta des Famen-Tempels sowie prähistorische Textilien aus dem Salzbergbau in Hallstatt, Österreich. Im Rahmen der Forschungen von Ines Bogensperger zu spätantiken ägyptischen Textilien aus der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek leitete sie das für die naturwissenschaftlichen Analysen zuständige Team. Die Ergebnisse dieser interdisziplinären Forschung wurden 2024 in zwei Bänden bei De Gruyter veröffentlicht.